Radfahren in der Schweiz: Die 5 schönsten Schweizer Radwege [2025]
Die Schweiz ist ein Traumziel für Radtourismus – mit einer einzigartigen Mischung aus beeindruckenden Alpenlandschaften, glasklaren Seen und charmanten Städten. Das Land verfügt über ein hervorragend ausgebautes Netz nationaler und regionaler Radwege, das es leicht macht, sowohl bekannte Highlights als auch versteckte Juwelen auf zwei Rädern zu entdecken. Zu den bemerkenswertesten Routen gehören die Rhein-Route, die einem der größten Flüsse Europas folgt, die Seen-Route, die die schönsten Seen der Schweiz miteinander verbindet, und die Nord-Süd-Route, die Radfahrende von der deutschen Grenze bis ins Herz der Alpen führt. Mit gut ausgeschilderten Routen, die sich durchs ganze Land ziehen, lädt die Schweiz dazu ein, ihre Landschaften im eigenen Tempo zu erleben.
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Wie entsteht unser Ranking? Jede Radroute wird in sieben Kategorien bewertet, wobei in jeder Kategorie 1 bis 5 Punkte vergeben werden. Zu den Bewertungskriterien gehören der Anteil der Radinfrastruktur entlang der Strecke, die Sehenswürdigkeiten, die landschaftliche Schönheit, die Erreichbarkeit mit der Bahn (einschließlich Start, Ziel und wichtiger Zwischenhalte), das Angebot an Gastronomie und Unterkünften, die Qualität der Informationsmaterialien sowie unser persönlicher Eindruck. Eine Route kann maximal 35 Punkte erreichen.
Die schönsten Radrouten der Schweiz:
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Alle Fotos: Simon Thread, Cycling Thread.
Seen-Radroute (Seen-Route)
Schweiz wie aus dem Bilderbuch – so beschreibt die offizielle Schweizer Radwebseite die Seen-Route. Diese spektakuläre Strecke führt über 500 Kilometer und bietet weit mehr als nur eine Fahrt entlang von zehn beeindruckenden Seen. Unterwegs entdeckt man einige der bekanntesten Orte des Landes: das märchenhafte Dorf Werdenberg, die wunderschöne Stadt Luzern mit dem majestätischen Pilatus im Hintergrund, das ruhige Iseltwald am Brienzersee, die sanften Hügel des Gruyère-Gebiets und die terrassierten Lavaux-Weinberge, ein UNESCO-Welterbe, die sich bis zum Genfersee hinunterziehen.
Wir haben sechs Tage eingeplant, um die rund 350 Kilometer der Seen-Route zurückzulegen. Rückblickend war das jedoch mindestens zwei Tage zu kurz. Mit etwas mehr Zeit hätten wir Orte wie Luzern und Lausanne richtig genießen können – Städte, die wirklich mindestens einen halben oder sogar einen ganzen zusätzlichen Tag verdienen. Die Schweiz ist ein Land voller Kontraste – von modernen Attraktionen über tief verwurzelte Traditionen bis hin zu reicher Geschichte – und an manchen Stellen war es schade, zu schnell weiterzufahren. Trotzdem war unser Plan, etwa 70 Kilometer pro Tag zu radeln, abgestimmt auf verfügbare Unterkünfte, eine gute Entscheidung. (35)
Mehr: Seen-Route in der Schweiz
Rhein-Radroute (Rhein-Route)
Die Rhein-Radroute in der Schweiz markiert den Ausgangspunkt der EuroVelo 15, einer bedeutenden europäischen Radroute, die sich über 1.200 Kilometer bis zur Rheinmündung in der Nordsee erstreckt. Der Schweizer Abschnitt beginnt in der Alpenstadt Andermatt und führt hinauf zum Oberalppass. Vom Ursprung des Flusses in der Nähe des Passes bis nach Chur folgt die Route dem oberen Lauf des Rheins, bekannt als Vorderrhein, mit einem der spektakulärsten Höhepunkte – der Fahrt durch die Ruinaulta, die oft als Grand Canyon der Schweiz bezeichnet wird.
Nach Chur im Kanton Graubünden wird der Rhein breiter und fließt gemächlich durch ein weites Tal, bis er den Bodensee erreicht. Von dort führt die Route entlang lebendiger Städte am Südufer des Sees, weiter durch das charmante Stein am Rhein und schließlich entlang der Flussufer zu Europas größtem Wasserfall, dem Rheinfall. Die Reise endet im Rheintal bei Basel, wo der Schweizer Teil der Strecke offiziell abschließt. Obwohl die offizielle Länge mit 430 Kilometern angegeben ist, zeigten unsere Fahrradtachos am Ende fast 480 Kilometer – einschließlich einiger Abstecher und Umwege. (34)
Mehr: Rhein-Route in der Schweiz
Aare-Radroute (Aare-Route)
Die Aare-Radroute bietet eine fantastische Möglichkeit, die landschaftliche Vielfalt der Schweiz zu erleben – von dramatischen Alpenpanoramen über ruhige Seeufer bis hin zu reizvollen mittelalterlichen Städtchen. Sie ist eine beliebte Wahl für Radreisende, die sowohl die natürliche Schönheit als auch den kulturellen Reichtum des Landes entdecken möchten. Die Route beginnt in der Nähe des Grimselpasses und führt durch beeindruckende Berglandschaften hinab nach Meiringen, wo der Fluss die imposante Aareschlucht geformt hat. Von dort geht es weiter entlang des Brienzersees und des Thunersees. Nach einem Besuch in Bern mit seiner zum UNESCO-Welterbe gehörenden Altstadt verläuft die Strecke durch das Schweizer Mittelland – eine Region mit sanften Hügeln und stillen Feldern.
Die Reise endet in Koblenz, wo die Aare in den Rhein mündet – ein würdiger Abschluss einer Strecke, die einige der schönsten Landschaften der Schweiz vereint. Unterwegs passieren Radfahrende idyllische Dörfer, historische Burgen und gepflegte Weinberge – mit vielen Gelegenheiten für Pausen und schöne Ausblicke. Die Route ist gut ausgeschildert und führt größtenteils über ruhige Straßen und separate Radwege, was sie sowohl für erfahrene Radreisende als auch für gemütliche Touren ideal macht. Mit ihrer Mischung aus Natur, Kultur und hervorragender Infrastruktur gehört die Aare-Radroute zu den besten Möglichkeiten, die Schweiz in angenehmem Tempo zu entdecken. (33)
Mehr: Aare-Radroute in der Schweiz (bald verfügbar) 👇
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Nord-Süd-Radroute (Nord-Süd-Route)
Die Nord-Süd-Route gehört zu den bekanntesten Fernradrouten der Schweiz. Sie beginnt in Basel nahe der Grenze zu Deutschland und Frankreich und endet in Chiasso an der italienischen Grenze. Auf ihrem Weg von Norden nach Süden führt sie durch die unterschiedlichsten Landschaften der Schweiz und bietet ein unvergessliches Erlebnis. Einer der berühmtesten Höhepunkte ist der legendäre Gotthardpass, über den Radfahrende die Hauptkette der Alpen überqueren. Mit über 360 Kilometern Länge verspricht diese Strecke ein echtes Radabenteuer – sie ist jedoch anspruchsvoller als viele andere Routen aus der nationalen „Top 9“-Sammlung von SchweizMobil.
Obwohl der Name eine Fahrt von Norden nach Süden vermuten lässt, entschieden wir uns bewusst für die entgegengesetzte Richtung. Wer nach Süden radelt, fährt ständig der Sonne entgegen – den ganzen Tag blinzelnd, mit oder ohne Sonnenbrille, und kehrt mit zusätzlichen Lachfalten zurück. Noch wichtiger: Man verpasst dabei die schönsten Ausblicke auf die Berge der Schweiz. Auf unserer Fahrt nach Norden hatten wir die Sonne im Rücken – sie beleuchtete die spektakulären Alpenlandschaften vor uns, statt uns zu blenden. Mit der Sonne im Rücken war unser Blick klar, die Szenerie eindrucksvoll und die Haut besser geschützt – Sonnencreme ist zwar Pflicht, aber das Gesicht von der Sonne abzuwenden ist noch wirksamer. (33)
Mehr: Nord-Süd-Route in der Schweiz
Jura-Radroute (Jura-Route)
Obwohl die offizielle Länge der Jura-Route 266 Kilometer beträgt, zeigten unsere Fahrradtachos am Ziel fast 300 Kilometer an. Im System von SchweizMobil ist die Jura-Route als schwierig eingestuft – und das völlig zu Recht. Ich muss zugeben, dass ich die Herausforderung dieser Strecke unterschätzt habe, und so wurde unsere viertägige Tour anstrengender als erwartet für das, was eigentlich ein entspannter Radurlaub sein sollte. Der offizielle Höhenunterschied spricht für sich: über 5.400 Meter Aufstieg insgesamt – das bedeutete täglich mehr als tausend Höhenmeter.
Heute ist es nicht leicht, in Europa Orte zu finden, die so ruhig und idyllisch sind. Tag für Tag folgten wir den dunkelroten Wegweisern und gelangten in immer neue, stille Bergtäler, in denen nur Kühe friedlich auf den Wiesen grasten. Diese weißen, beigen, braunen und schwarzen Kühe gehören hier zum Landschaftsbild – manchmal blockieren sie sogar den Weg und schauen uns genauso überrascht an, wie wir sie. Entlang der Jura-Route weisen Schilder häufig darauf hin, dass Radfahrende und Wandernde Rücksicht auf die Tiere nehmen sollen, besonders auf Mutterkühe mit Kälbern. (27)
Mehr: Jura-Route in der Schweiz
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Simon Thread
(Szymon Nitka)
I'm a passionate cycling traveler and the voice behind Cycling Thread. I explore Europe on two wheels, documenting the most scenic routes, inspiring places, and cyclist-friendly practices. My writing blends personal experience with practical insights and a deep love of travel. I'm also a contributor to National Geographic Traveler magazine.
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